Aussegnungshalle Buckenhof

2011

Die Gemeinde Buckenhof hat keine eigene Kirche und so fehlt ihr auch das Symbol des Glockenturms. Mit dem Neubau der Aussegnungshalle soll ein Glockenträger als Zeichen am Ende des Ortes stehen. Die Aussegnungshalle selbst soll der Typologie der kleinen fränkischen Dorfkirchen folgen und als steinernes Gebäude eine klaren baukörperlichen Festpunkt bilden. Durch die Wahl der Materialien und die Formensprache soll es sich gleichzeitig unterscheiden von den umgebenden Wohngebäuden und doch durch seine Maßstäblichkeit integrieren. Der Weg vom Alltag zum Innenhof wird durch Rankgerüste aus Holz und Beton gestaltet. Ein Brunnenam Beginn des Weges in die „Welt der Verstorbenen“ relativiert die Geräusche des Alltages durch sein Plätschern, es wird leichter, so eine innere Ruhe zu finden und sich auf die Trauer vorzubereiten.Vom teils überdeckten Innenhof gelangt man je nach Ziel entweder in die Gräberfelder des Friedhofs oder zur Aussegnungshalle. In einem seitlich zwischen Treppenweg und Rampenweg gelegenen Nebengebäude sind die Toiletten sowie die Räume für Geistliche und Sargträger untergebracht. 

- Ausgewählt für die "Architektouren 2011" der Bayerischen Architektenkammer