Erlangen Arcaden

2007

Das Freiwerden des Erlanger Postareals in zentraler Innenstadtlage ermöglichte die Planung einer zeitgemäßen Mall. Das Baugrundstück liegt an der Peripherie der steinernen „Planstadt“ parallel zur Fußgängerzone.Der Entwurf sieht eine Mall vor, die sich als großer Bogen vom historischen Loewenichschen Palais wieder zurück zur Fußgängerzone spannt. Dabei reicht die Mall über drei Geschosse vom Basement bis ins erste Obergeschoss. Darüber befinden sich drei Parkebenen mit direkter Verbindung zu den Mallgeschossen.

Die Fassade zeigt sich als geschwungenes, gläsernes, diaphan durchscheinendes Band, hinter dem sich die unterschiedlichen Nutzungen abzeichnen. In das Fassadenband integriert sind Werbeflächen und Lichtgestaltung.Der Bogen der dreigeschossigen Mall (Basement, EG und 1. OG) wird durch Lichtlinien begleitet. Deckenaufbauten für die notwendige Gebäudetechnik sind an ihren Rändern durch hinterleuchtete Glasplatten aufgelöst. Das Malldach folgt der Geometrie des Bogens, die Verglasung ist im Wechsel bedruckt oder klarsichtig. Indirekte Beleuchtung wird über Spiegel durch die Lichthöfe zu den tiefer liegenden Ebenen reflektiert.Die Verbindungen der beiden Mallseiten sind als Brücken konzipiert, die sich in ihren Untersichten durch Farbfelder absetzten. Dabei ist die Farbe je nach Geschoss differenziert.

- Ausgewählt für die "Architektouren 2008" der Bayerischen Architektenkammer