Sanierung der Neischl-Grotte
2008, Bayerischer Denkmalpflegepreis Bronze

Die frühe Nachbildung einer Naturhöhle im botanischen Garten Erlangens war baufällig und Jahrzehnte lang gesperrt. In enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege wurde die Grotte behutsam saniert und restauriert.
Im Jahr 1907 hatte der Höhlenkenner und Naturforscher Major Dr. phil. Adalbert Neischl die Anlage finanziert und erstellt, und letztlich der Universität Erlangen überlassen.
Die Konstruktion aus dünnwandigen Zementformungen konnte die Fels- und Höhlenlandschaft gut nachbilden, barg aber von Anfang an baukonstruktive Probleme in sich. Damals hatte man eine äußere Betonschale über die innere Höhlendecke gelegt. In den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war die Neischl-Grotte derart baufällig, dass sie für die Öffentlichkeit gesperrt werden musste. Nach langjährigem Ringen um Finanzierung und Wertschätzung der Anlage konnte schließlich die Sanierung in Angriff genommen werden. Dabei wurde zunächst mittels Laser-Scanning das räumliche Gebilde detailliert aufgenommen. Bei der baulichen Sanierung kamen moderne Technologien wie Spritzbeton und Flüssigkunststoff-Abdichtung zum Einsatz.